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Erste Faktoren zur Langzeitsicherung von Geoinformation

Erste Faktoren zur Langzeitsicherung von Geoinformation

Die Diskussion zur Sicherung der Daten basierte auf der Feststellung, dass umfassend offene Formate (und damit verbunden etablierte Standards und Normen) verwendet werden müssen. Trotzdem wird auch bei Verwendung dieser Formate mit massiven Datenverlust zu rechnen sein, da die Gefahrenquellen des Datenverlustes zunächst auf menschliche Faktoren (Unkenntnis), fehlende Beschreibungen, Software-bedingte- oder Hardware-bedingte Fehler zurückgehen.

Archivierung

Menschliche Faktoren

Menschliche Faktoren (Unkenntnis) betreffen vorwiegend die Verlagerung von Interessen. Beispielsweise wird ein Datensatz als unwichtig deklariert, da dieser für aktuelle Aufgaben nicht benötigt wird oder außerhalb der Zuständigkeit liegt. Die prospektive Nutzung der Daten wird nicht berücksichtigt. Die Vernichtung der Daten erfolgt oft mit Argumenten des Ressourcenmanagements. Lösungsmöglichkeit: Präzise Festlegung der Zuständigkeiten.

Fehlende Beschreibungen

Fehlende Beschreibungen georäumlicher Daten können nicht nur zum Verlust der zeitlichen und Nutzungs-orientierten Zuordnung sondern auch zum Verlust der georäumlichen Referenz (geodätisches Datum, Bezugssysteme, spezielle Offsets) führen. Damit wird der Geodatensatz generell unbrauchbar und geht für eine weitere Verwendung verloren. Lösungsmöglichkeit: Standards für Metadaten und Meta-Metadaten etablieren, deren Einbettung/Verknüpfung mit den Datenformaten vorsehen und entsprechende Suchalgorithmik etablieren.

Software-bedingte Fehler

Software-bedingte Fehler führen zu „schleichenden“ Veränderungen der ursprünglichen Daten. Bspw. wird beim Umkopieren in ein anderes Datenformat die Beschreibung/Verwendung des geodätischen Bezugs (also die interne mathematische Beschreibung der Daten) verändert und damit kann es zur Veränderung der geometrischen Lage von inhaltlichen Elementen kommen. Es ist einleuchtend, dass dieser nicht-umkehrbare Vorgang mit seinen „nicht nachvollziehbaren“ Resultaten/Fehlern zum pragmatischen Verlust des Datensatzes führt. Lösungsweg: standardisierte (möglichst offene) Datenformate für die Archivierung etablieren, um die Transformation in neue Formate zu vermeiden.

Hardware-bedingte Fehler

Hardware-bedingte Fehler führen meistens zur Unlesbarkeit der Datenträger und zum Verlust aller darauf befindlicher Datenbestände. Lösungsweg: Kopieren auf neue Speichermedien unter Berücksichtigung der technischen Voraussetzungen (Lesbarkeit) und erwartbaren Lebensdauer.

Archivierungs-Träger

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